Marianne M. Richter "Blumenstück und Stilles Land"

 

Ein ganzes Zimmer voller Hortensien, in allen Stadien ihres Lebens, in Vasen und Gläsern. Vor allem Gläser haben es der Leipziger Künstlerin Marianne M. Richter angetan. Sie ist fasziniert von der Herausforderung Glas zu malen, halb gefüllt mit Wasser, mit allen seinen Spiegelungen und Brechungen des Lichts. Die Blumen stehen darin, mal prall und frisch, dann wieder halb verwelkt und fast ihrem Ende nahe. Immer jedoch spürt man die Freude, mit der Marianne Richter die Pflanzen in Öl oder Gouache festhält. Die Hintergründe sind oft nur angedeutet, eindeutige Stars sind die Blumen, in zarten Farben gehalten, mit Akzenten, die Richter geschickt setzt. Richter liebt es, mit Gouache zu arbeiten. Als satte, matte Farbe aufgetragen oder - mit mehr Wasser - aquarellartig gemalt, ist für sie die Gouache eine willkommene Art, ihren Stillleben vielfältigen Ausdruck zu verleihen. Und mit ihren stillen Landbildern nimmt sie den Betrachter mit auf ihre Reisen nach Italien, Frankreich und in den Osten Deutschlands, der Heimat Richters, ins Muldental zum Beispiel. Wie sie so nebeneinanderhängen, die Landschaften dieser Länder, da könnte überall Italien sein, in der Landschaft Frankreichs, ebenso wie in den sanften Hügeln des Muldentals oder eben auch in der heimischen Region. Unterstützt wird dieser Eindruck durch die zurückhaltende Farbauswahl. Der Betrachter kommt zu dem Schluss, dass sich die Malerin überall zuhause fühlen muss, egal, wo sie ihr Stilles Land festhält.

Karin Helmbold

 


 

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